Typisch Orion: „Du sollst nicht“

16.20 FRAGESTELLER Es wäre unwahrscheinlich, dass ein Wesen, welches sich über das Wissen des Gesetzes des Einen völlig bewusst ist, jemals sagt: „Du sollst nicht.“ Ist das korrekt?

RA Ich bin Ra. Dies ist korrekt.


Eine Anmerkung: Carla Rückert hat in „Das Gesetz des Einen leben, Das 1×1: Die Wahl“ auf diesen Zusammenhang Bezug genommen. In Kapitel 9: Die Leuchtturm-Ebene schreibt sie zum Thema Selbst-Verurteilung:

Die meisten von uns haben die Zehn Gebote in der Sonntagsschule erhalten. Wir wissen, dass wir nicht töten, stehlen, neidisch sein, Lügen erzählen oder unsere Eltern missachten sollen. Unsere Leben von Tag zu Tag bieten uns jedoch viele Gelegenheiten an, um „genau das Richtige“ zu machen, was nicht von den allgemeinen Wahrheiten der Zehn Gebote abgedeckt wird. Wir mögen, beispielsweise, alles in einer Beziehung tun, das von uns erforderlich ist, aber gleichzeitig mögen wir darüber verärgert sein, dass wir das tun müssen. Wir mögen uns dann als mangelhaft beurteilen, weil wir eine schlechte Einstellung haben. Es gibt so viele Möglichkeiten, wie wir unseren eigenen Idealen gegenüber zu kurz kommen können, wie es Sandkörner entlang des Meerufers gibt.

Die Verführung von Selbst-Verurteilung liegt in ihrer Ordentlichkeit. Wir möchten wissen, wo wir stehen. Wir mögen es, uns in unseren Handlungen und Meinungen gerechtfertigt zu fühlen. Und so beurteilen wir uns und Andere endlos. Wir neigen dazu, Buch zu führen: Guthaben und Schulden des Verhaltens und von Einstellungen. Es ist, als ob wir empfinden würden, dass spirituelle Evolution linear wäre und daraus besteht, mehr Guthaben als Schulden zu verbuchen. Dabei ist etwas Anderes wahr: Spirituelle Evolution ist qualitativ und nicht quantitativ. Sie läuft mit den Energien von Vergebung und Akzeptanz, und nicht von „Punktestand-Zählen“.

Unausweichlich werden wir unsere Ideale wiederholt nicht erfüllen können. Das bringt Menschsein mit sich. Und es ist gut, diese Abweichungen von selbst wahrgenommener Perfektion zu bemerken. Als Spielende halten wir immer nach Wegen Ausschau, mit denen wir unsere Entscheidungen verfeinern können. Diese Fehler sind das Korn für unsere Mühlen der Selbstverbesserung.

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